Weiterbildung - Termine

15.03.2017 , 14:00 - 18:30 Uhr

Nicht verpassen! Fachtagung Globales Lernen 2017


Fachtagung Globales Lernen - Potenziale & Perspektiven

Heimatland Erde - Bildung für eine solidarische Zukunft

Zeit: Mittwoch, 15. März 2017, 14.00 – 18.30 Uhr

Ort: Pädagogische Hochschule Wien, Grenzackerstraße 18, 1100 Wien 

 

PROGRAMM  


14:00  Begrüßung und Eröffnung der Fachtagung

 

VORTRAG

Das pluralisierte Individuum

Dr. Isolde Charim,

Philosophin, freie Publizistin

 

Die Vorstellung einer homogenen Gesellschaft, in der  Menschen ungebrochene Identitäten haben, ist nicht mehr aufrecht zu halten. Die Veränderungen hin zu einer pluralistischen Gesellschaft sind widersprüchlich, konflikthaft und provozieren häufig Abwehr. Wenn Politik, Ökonomie und Kultur ins Wanken geraten, kann laut Isolde Charim ein „populistischer Moment“ entstehen. Demokratie und  offene Gesellschaft geraten unter Druck, Vielfalt wird zu einem Feindbild.

Isolde Charim spricht in ihrem Vortrag über vielfältige Identitäten, politische Emotionen und über Perspektiven für die Idee einer vielfältigen Gesellschaft.

 

Isolde Charim,Studium der Philosophie in Wien und Berlin, langjährige Lehrtätigkeit an der Universität Wien. Freie Publizistin (u.a. taz) und wissenschaftliche Kuratorin von Veranstaltungsreihen u.a. zu „Diaspora. Erkundungen eines Lebensmodells“, „Demokratie reloaded“, „Fundamentalismus und Moderne“. Ö1-Sendereihe „Ich und die Anderen“ – Philosophische Betrachtungen über das Leben in einer pluralisierten Gesellschaft.

 

16.00 – 16.20  Kaffeepause

 

16.20 – 18.00  Gesprächskreise

freie Einteilung

 

18:00  Heimatland Erde -

Zusammenfassung und Ausblick

 

 

Anmeldung unter: office@komment.at

 

GESPRÄCHSKREISE

 

AG 1          Solidarität – im Nahen und Fernen

Martin Jäggle, em. Prof. für Religionspädagogik der Kath.-Theol. Fakultät, Universität Wien

Solidarität wird häufig als anderer Begriff für gesellschaftliche Integration und sozialen Zusammenhalt verwendet. Solidarität – was verbinden wir heute noch mit diesem Begriff? Wie verhält es sich mit Solidarität angesichts der zunehmenden Pluralisierung der Gesellschaft? Solidarität als Zusammenhalt basiert auf sozialen Bindungen, wie lässt sich dies aber auf die Weltgesellschaft übertragen – im Denken und Handeln?  Und wie kann dies in unsere Bildungsaufgaben integriert werden?

Prof. Dr. Martin Jäggle, Lehrender für Religionspädagogik, Autor zahlreicher Publikationen (Schwerpunkte u.a. religionssensible Bildung/ religiöses Lernen in der pluralen Gesellschaft).

 

AG 2              Kosmopolitismus – eine Illusion?

Georg Cavallar, AHS-Lehrer und Lehrbeauftragter an der Universität Wien

Was ist Kosmopolitismus? Was ist unter einem kognitiven und unter einem moralischen Kosmopolitismus zu verstehen?

Was ist kosmopolitische Bildung? Wie kann diese in Zeiten zunehmender Re-Nationalisierung und Abschottung in Schulen oder an Universitäten vermittelt werden?

Univ.-Doz. Dr. Georg Cavallar schreibt derzeit an einem Buch über Islam, Aufklärung, Moderne und die erweiterte Denkungsart.  2017 wird bei Peter Lang, Oxford seine Studie „Theories of dynamic cosmopolitanism in modern European history“ erscheinen.

 

AG 3          Solidarische Zukunft mitgestalten

Josefine Scherling/ Daniela Rippitsch, Pädagogische Hochschule Kärnten

Die Sustainable Development Goals der UNO sprechen Kinder und Jugendliche als „global citizens“ und „critical agents of change“ an. Kinderrechtsbildung trägt dazu bei, dass sich Kinder und Jugendliche mit ihren Rechten und mit Partizipationsformen beschäftigen. Wie lassen sich daraus  Möglichkeiten zur Teilhabe an der (Welt-)Gesellschaft entwickeln? Wie können wir Kinder und Jugendliche anregen, sich mit der Gesellschaft der Zukunft kritisch auseinanderzusetzen und ihre eigenen Imaginationen einer solidarischen Zukunft zu kreieren?

Mag. Josefine Scherling, Expertin in Global Citizenship Education und Kinderrechtsbildung, und Mag. Daniela Rippitsch, Zeithistorikerin und Friedenspädagogin, erläutern die Bedeutung der Kinderrechte aus globaler Perspektive und entwickeln Ideen für die Unterrichtspraxis.

 

AG 4         Hilfe oder geteilte Verantwortung?

Doraja Eberle, dipl. Sozialarbeiterin, ehem. Soziallandesrätin, Flüchtlingskoordinatorin in Salzburg

Für ihren engagierten Einsatz in der Koordination der Flüchtlingsbetreuung hat Doraja Eberle nicht nur Zuspruch bekommen, mehrmals hat sie sich besorgt über zunehmende Anfeindungen geäußert. Wie konnten Menschenwürde, Willkommenskultur und das Engagement für Flüchtende so unter Druck geraten? Gleichzeitig erleben wir eine vehemente Berufung auf westliche Werte der Humanität und Rationalität.

Dr. Doraja Eberle, Gründerin von „Bauern helfen Bauern“ und Vorstandspräsidentin von „Humanitäre Hilfe in Kroatien/Bosnien/Kosovo“ (2003: Peace Building Award – The Power of One in New York). Seit Mitte 2015 arbeitet sie federführend in der Flüchtlingsbetreuung in Salzburg.


Mit „Art of Hosting“ – der Kunst, Räume für gute Gespräche zu schaffen, wollen wir ein Forum für den Austausch bieten, den eigenen Fragen, Unsicherheiten und Ungewissheiten Raum geben und gleichzeitig den Blick auf gemeinsame Perspektiven für eine weltoffene Gesellschaft richten. 

Folder Fachtagung 2017




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