• 01.05.2013Seite Drucken

Evaluation des World Vision-Projekts „Peer Up!”

Anfang März wurde die Evaluation des Projekts „Peer Up!“ abgeschlossen, welches von 2010-2012 von den drei nationalen World Vision-Organisationen in Deutschland, Österreich und Rumänien durchgeführt wurde. Wie so oft, arbeitete KommEnt auch diesmal wieder mit Susanne Höck von EOP in München zusammen.


Was war „Peer Up!“?

Ziel des von 2010-2012 durchgeführten und EU-kofinanzierten Projekts war es, globale Themen rund um die Millennium Development Goals mit Jugendlichen zusammen aufzubereiten. Dazu sollten drei unterschiedliche Jahresthemen (HIV/AIDS, Kinder- und Müttersterblichkeit sowie Ernährungssicherheit) in eine breite öffentliche Diskussion hineingetragen werden.

In Deutschland und Österreich war “Peer Up!” als Projekt auf nationaler Ebene angelegt, in Rumänien konzentrierte es sich vor allem auf die Gegend von Cluj-Napoca. Zielgruppen des Projekts waren Jugendliche zwischen 14 und 18 Jahren, LehrerInnen sowie LeiterInnen von Jugend- und Kirchengruppen. Die wichtigsten Zielsetzungen dabei waren vor allem:
•    einen positiven Beitrag zur Umsetzung der Millennium Development Goals 1, 4, 5 und 6 zu leisten und zwar durch Bewusstseinsbildung und Aufbau von peer to peer-Kompetenzen bei Jugendlichen, und dadurch eine Bewegung von Jugendlichen im globalen Süden und den Nachfolgestaaten der Sowjetunion aufzubauen; sowie
•    entwicklungspolitische Bildungsarbeit durch den Aufbau von Solidarität und Vertrauen in die eigenen peer to peer-Kompetenzen bei einer Gruppe von Jugendlichen in Deutschland, Österreich und Rumänien zu fördern und so zum Entstehen einer starken gemeinsamen Stimme für in Armut lebende Jugendliche beizutragen.
Zentral dabei war der Ansatz der peer-to-peer education: Jugendliche lernten auf vielfältige Art und Weise, sich inhaltliche Themen anzueignen, diese anderen SchulkollegInnen / Jugendlichen zu vermitteln, und sich in politische Aktivitäten einzuklinken.



Besuch von Peer Up!-Jugendlichen bei PolitikerInnen in Berlin, 2011


Zu den wichtigsten Aktivitäten im Rahmen des Projekts gehörten: der Aufbau eines beständigen Dialogs mit den Zielgruppen, die Umsetzung einer interaktiven Website und von nationalen Facebook Profilen / Fanpages, die Produktion von Bildungsmaterialien (DVDs, Broschüren), die Abhaltung von Seminaren, Workshops und unterstützenden Meetings in Schulen und bei relevanten Jugendtreffen, die Organisation von eigenen Jugendforen auf nationaler und internationaler Ebene.

So wurde evaluiert

Der Evaluationsprozess wurde Anfang Dezember 2012 d.h. am Projektende gestartet. Dabei wurden die folgenden Instrumente eingesetzt, um zu belastbaren Schlussfolgerungen für die weitere Arbeit von World Vision auf dem Gebiet der Bildungsarbeit zu gelangen.

•    Analyse aller relevanten Dokumente,
•    Analyse der Projekt-Website und der dazugehörigen Facebook Fanpages,
•    19 Telefoninterviews mit World Vision-MitarbeiterInnen sowie LehrerInnen in Deutschland, Österreich und Rumänien,
•    Fragebögen für SchülerInnen in Österreich und Rumänien, sowie
•    ein gemeinsamer Workshop mit den 3 nationalen ProjektkoordinatorInnen, bei welchem die vorläufigen Ergebnisse vom Evaluationsteam zur Diskussion gestellt wurden.

Auf all diesen Informationsquellen aufbauend wurde der Schlussbericht erstellt. Dieser beschreibt alle zentralen Ergebnisse und schließt mit sehr konkreten Empfehlungen an den Auftraggeber.

Ergebnisse

Der Schlussbericht wurde Mitte März 2013 vom Auftraggeber abgenommen. Er ist nicht zur Veröffentlichung bestimmt, sondern steht den World Vision-Organisationen in den drei Projektländern zur Weiterarbeit zur Verfügung.
Zumindest bei World Vision Deutschland dürfte das Projekt auch langfristig starke Spuren hinterlassen. Dort gibt es bereits jetzt einen Vorstandbeschluss, die im Laufe des Projekts gemachten Erfahrungen für die Arbeit der kommenden Jahre zu nutzen und sich stärker im Feld der Bildung und Mobilisierung von Jugendlichen in Deutschland zu engagieren.

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