Weiterbildung - Termine

03.12.2012 , 10:00 - 17:00 Uhr

Tagung "Globales Lernen in Österreich – Potenziale und Perspektiven"


Tagung des BMUKK in Kooperation mit der ADA, der Strategiegruppe Globales Lernen und der PH Wien. Die Fachtagung setzt sich mit der Rolle von Schule in einer „globalisierten, kulturell heterogenen“ Welt auseinander und thematisiert die Herausforderungen für eine zeitgemäße Schulentwicklung.


 

Vorträge und Arbeitsgruppen diskutieren die relevanten Herausforderungen für Unterrichtsentwicklung, Schulqualität und LehrerInnen-Bildung sowie die Potenziale des Bildungskonzepts Globales Lernen. Mit Einblicken in europaweite Strategien zur Stärkung von Globalem Lernen erfährt der österreichische Diskurs auch eine internationale Anbindung. Ziel der Tagung ist es, aus verschiedenen Teilbereichen des Schulsystems heraus gemeinsam Perspektiven für Lehren und Lernen im Kontext der „Weltgesellschaft“ zu entfalten.


Montag, 3. Dezember 2012
10.00 – 17.00 Uhr
PH Wien, Festsaal, Grenzackerstraße 18, 1100 Wien

 

PROGRAMM

9.30-10.00 Uhr Check-In bei Kaffee und Kuchen

10.00 Begrüßung und Einführung:

•    Rektorin Mag.a Ruth Petz (Pädagogische Hochschule Wien)

•    Dr. Helmuth Hartmeyer (ADA und GENE)
Globales Lernen in Österreich und Kurzbericht von den europäischen Konferenzen des Nord-Süd-Zentrums des Europarats in Lissabon und des Global Education Network Europe (GENE) in Den Haag.

10.30 – 12.30 Vorträge:


Dr. Gregor Lang-Wojtasik (Pädagogische Hochschule Weingarten)

Schule in der Weltgesellschaft. Herausforderungen und Perspektiven.
Die Entwicklung hin zu einer Weltgesellschaft im Zeitalter der Globalisierung hat Konsequenzen für die Beschreibung des gesellschaftlichen Teilsystems Schule. Der Vortrag thematisiert die Rolle von Schule in einer globalisierten und kulturell heterogenen Welt. Er fragt nach relevanten Aspekten für eine zeitgemäße Schulentwicklung und LehrerInnenbildung ausgehend vom Bildungskonzept Globales Lernen.
Gregor Lang-Wojtasik ist Professor an der Pädagogischen Hochschule in Weingarten und selbst in der Ausbildung von LehrerInnen tätig.  Seine Arbeits- und Forschungsschwerpunkte sind: International und Interkulturell vergleichende Erziehungswissenschaft und Schulentwicklungsforschung.

Dr. Werner Wintersteiner (Universität Klagenfurt)

„Global Citizenship Education“ – ein integrativer Ansatz für die „politischen Pädagogiken“?
In diesem Vortrag wird Global Citizenship Education als ein Konzept vorgestellt, das Politische Bildung, Friedenspädagogik und Globales Lernen zu einem Bildungsprogramm vereint, das die Lernenden auf ein solidarisches Leben in einer ebenso konflikt- wie chancenreichen Welt vorbereitet. Dieses Programm versteht sich sowohl als Bildungsinhalt als auch als Richtlinie für die Entwicklung des gesamten Bildungswesens.
Werner Wintersteiner ist Professor für Deutschdidaktik an der Universität Klagenfurt und Leiter des Zentrums für Friedensforschung und Friedenspädagogik der AAU Klagenfurt.

12.30 – 14.00 Mittagspause
Catering

14.00 – 15.40 Uhr Arbeitsgruppen

Drei Arbeitsgruppen finden im Haus 5, Daumegasse 5 statt

AG 1: Perspektive Weltgesellschaft – Herausforderungen für eine zeitgemäße LehrerInnen-Bildung

Inputs:
Dr. Werner Wintersteiner (Universität Klagenfurt)
Dr. Gregor Lang-Wojtasik (Pädagogische Hochschule Weingarten)
Moderation: Dr.in Neda Forghani (Universität Wien, Bildungswissenschaften)
Raum: Festsaal


Bildung muss heute junge Menschen auch zur Orientierung in einer komplexen und unübersichtlichen Welt befähigen. Diese Aufgabe stellt neue Anforderungen an die Ausbildung zukünftiger LehrerInnen, woraus sich die Frage nach den Kompetenzen stellt, die LehrerInnen selbst für eine Schule brauchen, die sich in der „Weltgesellschaft“ verortet. Die LehrerInnen-Ausbildung stellt ein wichtiges Reformanliegen der österreichischen Bildungspolitik dar und bietet damit auch Chancen für eine Ausbildung, die den Blick auf die Welt lenkt.
Schule fungiert bisher als relevante Institution einer als „nationalstaatlich“ zu beschreibenden Gesellschaft. Braucht es im Kontext von Globalität und kultureller Heterogenität nicht längst eine Neuorientierung?

AG 2: Globalität als Ausgangspunkt und Perspektive von Lehr-/Lernprozessen -  Kompetenzorientierung im Fokus

Inputs:
Dr. Christoph Kühberger (Pädagogische Hochschule Salzburg)
Mitarbeit an Kompetenzmodellen für politische Bildung und für historisch-politisches Lernen
Dr. Helmuth Hartmeyer (Strategiegruppe Globales Lernen)
Moderation: Dr.in Heidi Grobbauer (KommEnt)
Raum: Seminarraum 5.1.007, Haus 5, Eingang Daumegasse 5

Bisher findet der Diskurs um notwendige Veränderungen und neue Anforderungen an pädagogisches Handeln angesichts einer globalisierten Gesellschaft in eher getrennten Sphären statt: Globalisierung und Weltgesellschaft als Gegenstand wirtschafts- und sozialwissenschaftlicher Forschung, der Diskurs um angemessene Antworten der Pädagogik in der Erziehungswissenschaft und die Auseinandersetzung mit Globalisierung als Lernbereich in einzelnen Fachdidaktiken, wie z. B. in der Politikdidaktik, der Geographiedidaktik oder auch in der Geschichtsdidaktik. Zwischen diesen Bereichen gibt es bisher kaum Austausch oder gemeinsame Entwicklungsarbeit.
Gerade die Frage nach den Schlüsselkompetenzen für ein teilnehmendes und verantwortungsvolles Leben in der Weltgesellschaft sowie die Entwicklung von Kompetenzmodellen in einzelnen Fachdidaktiken weisen Schnittmengen auf. In der Arbeitsgruppe sollen daher eine Zusammenschau von Kompetenzmodellen aus einzelnen Fachdidaktiken und der Diskussion um Schlüsselkompetenzen im Globalen Lernen erfolgen und gemeinsame Herausforderungen und Perspektiven diskutiert werden.


AG 3: Umgang mit Heterogenität und die Entwicklung einer Kultur der Anerkennung

Inputs:
Dr. Thomas Krobath (Kirchliche Pädagog. Hochschule Wien/ Krems; Projekt Kultur der Anerkennung)
Moderation: Mag.a Irene Katzensteiner (BMUKK)
Raum: Seminarraum 5.1.008, Haus 5, Eingang Daumegasse 5


Pädagogisches Handeln ist im Kontext der Migrationsgesellschaft besonders herausgefordert, eine Schulkultur und Unterrichtspraxis zu entwickeln, in der Verschiedenheit als Normalität erkannt wird und in der sich die Ressourcen heterogener Gruppen entfalten können.
Die Einnahme einer migrationsgesellschaftlichen bzw. einer migrationspädagogischen Perspektive bedeutet, dass neben dem Wissenserwerb auch Bewusstseinsbildung, Reflexionsfähigkeit und ein professionelles Selbstbild, das auf den Kontext der Migrationsgesellschaft bezogen ist, die Basis pädagogischen Handelns bilden. Interkulturelle Kompetenz zu entwickeln, stellt eine wichtige Schlüsselqualifikation für die Zukunft dar, sowohl bei LehrerInnen als auch bei SchülerInnen.


AG 4: Kontext Heterogenität – Fokus Sprache – Perspektive Mehrsprachigkeit

Inputs:
Mag.a Erika Tiefenbacher (Direktorin der Kooperativen Mittelschule KMS 18)
Dr. Rüdiger Teutsch (BMUKK , Leiter der Abt. Diversitäts- und Sprachenpolitik)
Moderation: Mag.a Magdalena Emprechtinger (Baobab)
Raum: Festsaal oder Seminarraum  5.1.010 im Haus 5, Eingang Daumegasse 5 (wird noch bekannt gegeben)

Umgang mit Vielfalt als eine der wichtigsten Schlüsselkompetenzen ist auch für sprachliche Bildung zentral. Die politische Debatte fokussiert derzeit auf die Notwendigkeiten und Erfordernisse des Erwerbs der deutschen Sprache, in der Pädagogik verengt dies den Blick auf sprachliche Bildung beträchtlich. Monolinguale Gesellschaften sind selten, die Förderung von Mehrsprachigkeit ist ein wichtiger Aspekt einer zeitgemäßen, auf Globalität und Heterogenität ausgerichteten Pädagogik. Dennoch scheint ein ressourcenorientierter Umgang mit Mehrsprachigkeit in der Schule schwierig und die Erfordernis didaktischer Kompetenzen aller Lehrenden für sprachliche Bildung und eine grundsätzliche Förderung von Mehrsprachigkeit noch wenig ausgearbeitet. Die AG setzt sich mit Perspektiven von sprachlicher Bildung und den Schnittstellen mit Globalem Lernen und interkultureller Pädagogik auseinander.

AG 5: Tore zur Welt öffnen – Globales Lernen als Leitbild der Schulentwicklung


Inputs:
Dipl.Pädn. Romy Höltzer (SSR Wien – GEPS-Schulen)
Mag.a Bettina Girschick und
Mag. Christian Schabereiter (BRG Marchettigasse)
Mag.a Verena Santiago Rodrigues (Abteigymnasium Seckau)
Moderation: Dr. Franz Halbartschlager (Südwind)
Raum: Seminarraum 5.1.009, Haus 5, Eingang Daumegasse 5


Das Bildungskonzept Globales Lernen erfordert einen grundlegenden Paradigmenwechsel mit Implikationen für Unterrichtsinhalte, Didaktik und Haltung der Lehrenden. Es müsste somit viel mehr in den Fokus von Schul- und Unterrichtsentwicklung rücken. In den „Global Education Primary Schools (GEPS)“ bildet Globales Lernen eine wesentliche Komponente des Schulmodells. Das BRG Marchettigasse ist Mitglied mehrerer international ausgerichteter Schulnetzwerke und aktiv im Global-Curriculum-Projekt tätig. Das Abteigymnasium Seckau plant Globales Lernen in das Schulprofil aufzunehmen. Anhand dieser Beispiele diskutieren wir in der AG Möglichkeiten und Chancen für neue Schulleitbilder im Sinne von Globalem Lernen.

15.40 – 16.00: Kaffeepause

16.00 Uhr Zusammenfassung und Ausblick

SC Mag. Hanspeter Huber (BMUKK, Sektion für internationale Angelegenheiten und Kultus)
Dr. Helmuth Hartmeyer (ADA und Strategiegruppe Globales Lernen)

17.00 Uhr: Ende

Zielgruppen:
SchuldirektorInnen und LehrerInnen aller Schultypen und Schulstufen
Lehramtsstudierende
Lehrende in der LehrerInnen-Bildung
Studierende
MitarbeiterInnen aus NGOs


Kontakt:
Dr.in Heidi Grobbauer
KommEnt
heidi.grobbauer@komment.at


 




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