• 10.12.2019Seite Drucken

Lebensgespräche 13 und 14 im Herbst 2019 mit Franz Rohrmoser und Dr. Helmuth Hartmeyer

Im Herbst 2019 begrüßte Jean-Marie Krier an zwei Abendenden Gesprächspartner, die sich über viele Jahrzehnte gesellschaftspolitisch engagiert haben.

Beim Lebensgespräch mit Franz Rohrmoser, am 25. September 2019, wurde deutlich, dass ein Einsatz in der Entwicklungszusammenarbeit tiefgehende Lernprozesse bei allen Beteiligten auslösen kann. Als einer der ersten Österreicher, die Mitte der 1960er Jahre als „Entwicklungshelfer“ in die Welt hinausgingen, kam Franz Rohrmoser einige Jahre später mit vielen neuen Ideen nach Österreich zurück, die seinen weiteren Lebensweg prägen sollten: Politik nicht für andere Menschen, sondern mit ihnen zusammen machen, die Wichtigkeit einer wirklichen Befreiung der Bauern und Bäuerinnen aus jahrhundertealten Bevormundungsstrukturen - diese Ansätze bestimmten forthin seinen Lebensweg.
Wichtige Stationen dabei waren u.a. die Gründung der Österreichischen Bergbauernvereinigung oder auch der damaligen Entwicklungswerkstatt Austria. Später wurde die, in Brasilien gelernte Hängematten-Knüpftechnik zur Basis des von ihm gegründeten (und noch immer florierenden) Unternehmens CHICO Hängematten.

Dr. Helmuth Hartmeyer beschrieb beim Lebensgespräch, am 22. November 2019 die verschiedenen Perspektiven aus denen er sich in den letzten vierzig Jahren mit entwicklungspolitischen Bildungsprozessen auseinandergesetzt hat. Er nahm die Anwesenden mit durch wichtige Stationen seines Lebens, wie z.B. der eines engagierten AHS-Lehrers, eines Bildungsreferenten und langjährigen Geschäftsführers des ÖIE (heute: Südwind) und als Leiter der ADA-Abteilung für Entwicklungspolitische Kommunikation und Bildung. Helmuth Hartmeyer war immer auch ein Innovator, wie z. B.im Bereich Evaluation von entwicklungspolitischen Bildung, bei der Gründung des Klimabündnisses oder von Fairtrade Österreich.
Am Ende und als Bilanz dieser vielen Jahre Engagement für Globales Lernen steht ein Appell für mehr Gelassenheit in der Bildung und gegen jede Form der Instrumentalisierung von Bildungsaktivitäten.

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