• 30.10.2019Seite Drucken

Evaluation zu „Migration und Entwicklung auf kommunaler Ebene“

Anfang September wurde KommEnt mit der Evaluation des Handlungsfeldes „Migration und Entwicklung auf kommunaler Ebene“ der „Servicestelle Kommunen in der Einen Welt“ (SKEW) in Bonn beauftragt. In dieser Servicestelle bündelt „Engagement Global - Service für Entwicklungsinitiativen“ alle entwicklungspolitisch relevanten Aktivitäten des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) in Richtung deutsche Städte und Gemeinden.


Im Rahmen des zu evaluierenden Handlungsfeldes bietet die SKEW verschiedene Maßnahmen an, welche zum Ziel haben, die entwicklungspolitische Kapazität von Gemeinden durch einen stärkeren Einbezug von migrantischen Akteuren und deren Zusammenspiel mit Kommunen einerseits und mit Eine-Welt-Organisationen andererseits zu stärken. 
Zu den zu diesem Zweck entwickelten Maßnahmen gehören Vernetzungsaktivitäten (in Form von bundesweiten und regionalen Netzwerktreffen) genau so wie ein breitgefächertes Beratungs- und Unterstützungsangebot (u.a. in Form vom Bestandsaufnahmen zur lokalen Akteurslandschaft oder Beratungen zur interkulturellen Öffnung von Kommunen, durchgeführt entsprechend qualifizierten MigrantInnen) oder auch der zweijährlich ausgeschriebenen Wettbewerb „Kommune bewegt Welt“. Unterfüttert werden diese Maßnahmen durch eine fundierte Informationsarbeit, die in der Herausgabe einer großen Vielfalt von einschlägigen und Broschüren und Materialien ihren sichtbaren Ausdruck findet.
Mehr Details dazu unter https://skew.engagement-global.de/migration-und-entwicklung.html


Gegenstand der Evaluation, die in jahrelang bewährter Manier zusammen mit EOP in Freising (Susanne Höck) durchgeführt wird, sind sowohl diese einzelnen Maßnahmen als auch ihr Zusammenspiel und ihre Einbettung in das weit größere Gesamtangebot von Engagement Global. 
Um die Fragen der Auftraggeberin zu beantworten setzt das Evaluationsteam eine Vielzahl von Instrumenten ein. Hierzu gehören neben einer sehr breit angelegten Dokumentenanalyse auch Face-to-Face-Interviews mit den programmverantwortlichen Personen in der SKEW und im Ministerium, die Teilnahme an Präsenzveranstaltungen mit teilnehmender Beobachtung, Gruppeninterviews, Ratingkonferenzen, Classroom-Befragungen), mehrere Online-Befragungen mit unterschiedlichen Zielgruppen sowie mehr als 100 Telefoninterviews mit VertreterInnen von Kommunen, migrantischen Organisationen und Eine-Welt-Organisationen. Zwischenergebnisse werden in Workshops mit den Programmverantwortlichen an diese zurückgespielt und mit ihnen diskutiert.


Die Datenerhebung wird im Januar 2020 abgeschlossen. Der Schlussbericht ist für Ende März vereinbart. Erwartet wird, dass das Evaluationsteam in seinem Schlussbericht weit reichende Empfehlungen zur weiteren Entwicklung des Handlungsfeldes macht.
 
 

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