• 07.02.2019Seite Drucken

Bundesfachtagung Globales Lernen – Potenziale & Perspektiven 2018

Globale Agenda 2030 – Bildung für eine solidarische Zukunft


–  unter diesem Titel fand m 23. und 24. November 2018 an der Pädagogischen Hochschule Wien bereits zum 6. Mal die Bundesfachtagung Globales Lernen statt. Rund 150 TeilnehmerInnen aus ganz Österreich, Deutschland und Südtirol setzten sich in Vorträgen und Workshops mit der Globalen Agenda 2030 und ihren 17 Nachhaltigkeitszielen (Sustainable Development Goals) auseinander. Dieses ambitionierte Programm der internationalen Staatengemeinschaft braucht eine breite gesellschaftliche Basis und stellt daher auch eine große Bildungsaufgabe dar. Dr. Klaus Seitz, Erziehungswissenschaftler und Leiter der Abteilung Politik von Brot für die Welt (Berlin), benannte in seinem Vortrag die notwendigen Grundlagen und Weichenstellungen für eine sozial-ökologische Transformation. Seitz zeigte auf, welchen Beitrag auch Bildungseinrichtungen zur Umsetzung der Nachhaltigkeitsziele leisten sollen und können.

In einem zweiten Teil präsentierte Natalie Haas, österreichische UNO- Jugenddelegierte, die Vorstellungen von Jugendlichen zu ihrer Beteiligung an der Globalen Agenda. Unter dem Titel „Pic your future“ haben Jugendliche, begleitet von der Jugend-Umwelt-Plattform JUMP, eine Fotoausstellung zu den SDGs gestaltet. Teil dieser Ausstellung bildeten das Rahmenprogramm der Tagung, vier Jugendliche gaben eine kurze Einführung in ihren Blick auf die SDGs und ihre Fotomotive.

 

Am Samstag stand den Teilnehmenden eine Vielfalt an Workshops offen, die zeigten, wie die Globale Agenda 2030 Eingang in das Unterrichtsgeschehen, aber auch in die Schulentwicklung und LehrerInnenbildung finden kann. Die Inhalte reichten von Verteilungsgerechtigkeit über Digitales Globales Lernen, Global Citizenship Education als Leitlinie für Schulentwicklung, Literatur und die SDGs, bis hin zur Verankerung des Themenfeldes in der PädagogInnenbildung und in konkreten Unterrichtsmaterialien. Gerahmt wurde das Programm am Samstag von einem inführenden Kurzvortrag und einem abschließenden Statement von Dr. Andreas Exenberger, Universität Innsbruck. Der Wirtschaftshistoriker und Mit-Autor des Buches „Unser kleines Dorf. Eine Welt mit 100 Menschen“ präsentierte in sehr interaktiver Form die Verteilung von Bevölkerung, Einkommen und Ressourcen im globalen Dorf. Exenberger verknüpfte diese Verteilungsfragen mit den 17 Nachhaltigkeitszielen, die er zum Abschluss der Tagung als Fortschritte und positive Meilensteine darstellet.

Mit diesem Bild der Chance zum Wandel endete die Tagung in einer sehr guten, konstruktiven und kooperativen Atmosphäre, zu der alle Teilnehmenden wesentlich beigetragen haben.

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