• 09.09.2016Seite Drucken

ULG Global Citizenship Education

Vom 28. August bis 2. September 2016 fand das zweite Seminar des Universitätslehrgangs Global Citizenship Education auf der Friedensburg Schlaining im Burgenland statt.



ULG Global Citizenship Education, Seminar 2

Sozialwissenschaftliche Grundlagen und Konzepte und Methoden von Global Citizenship Education standen im Mittelpunkt einer sehr arbeitsintensiven Woche. Zu Beginn wurden in 3 Vorträgen die sozialwissenschaftlichen Grundlagen von Global Citizenship bzw Global Citizenship Education vertiefend bearbeitet. Mit seinem Vortrag zur Vielfachkrise des globalen Kapitalismus spannte Dr. Andreas Novy, Institutsvorstand am Institute for Multi-Level Governance and Development an der WU Wien, den Bogen breit auf. Dr. Rainer Bauböck, Prof. für soziale und politische Theorie am Europäischen Hochschulinstitut in Florenz, widmete sich in seinem Vortrag der Frage von Citizenship, Demokratie und Menschenrechte. Dr. Nikita Dhawan, dzt Professorin am Institut für Politikwissenschaft an der Universität Innsbruck und anerkannte Expertin für Postkolonialismus, gab eine Einführung in diesen Themenbereich. Nikita Dhawan und Rainer Bauböck standen den Teilnehmenden in Workshops für eine vertiefende Diskussionen zur Verfügung.

Zwei weitere Tage waren den methodischen Zugängen zu Global Citizenship Education gewidmet: Die Friedensforscherin Hanne Birckenbach stellte einen Ansatz vor, den man als Friedens- statt Sicherheitslogik bezeichnen kann. Elina Marmer gab eine Einführung in rassismuskritische Bildung und stellte den Rassismuskritischen Leitfaden für die Bildungsarbeit vor, den eine ExpertInnengruppe in Deutschland erarbeitet hat. Heidi Grobbauer setzte sich mit der Frage auseinander, was globales Denken eigentlich bedeutet und welche Zugänge sich dazu entwickelt haben bzw. welche Fragen sich in diesem Kontext stellen. Am Schluss des Seminars wurde mit der Vorbereitung der Studienreise begonnen, die im April 2017 nach Griechenland führen wird. Die Soziologin Lisa Mittendrein, die sich in ihrer Diplomarbeit mit Solidarökonomie am Beispiel der griechischen Krise beschäftigt hat, erläuterte die Wirtschafts- und Finanzkrise und deren sozioökonomische Folgen in Griechenland. Sie widmete sich außerdem der Frage solidarischer Projekte und Initiativen, die auch ein Schwerpunkt der Studienreise sein werden.

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