• 21.02.2016Seite Drucken

Eine Begegnung von Welt-BürgerInnen

Wir sind alle BürgerInnen der einen Welt: daher mehr gegenseitiger Respekt, mehr Kommunikation und weniger Angst – so könnte man die Ergebnisse eines Workshops des Universitätslehrgangs Global Citizenship Education zusammenfassen.



Seminar_impressionen
Im Rahmen des Universitätslehrgangs „Global Citizenship Education” fand kürzlich ein Workshop zum Thema „Die Flüchtlingsfrage im Licht von Global Citizenship” statt. In fünf Kleingruppen diskutierten die TeilnehmerInnen des Lehrgangs, die meist in der LehrerInnenbildung bzw. als Lehrkräfte tätig sind, zusammen mit Studierenden mit Migrations- oder Flüchtlingshintergrund der Universität Wien und der Alpen-Adria-Universität. Die Gruppen hatten die Aufgabe, ihre Situation auf Postern festzuhalten sowie Verbesserungsvorschläge zu formulieren.
 
Die vielfältigen Antworten auf die Situationsanalyse gehen doch zumeist in eine Richtung: Wir sollten uns alle, über jede Grenze hinweg respektieren; jeder und jede haben ein Recht auf ein Leben in Frieden; wir möchten einen Planeten ohne Grenze, denn alle müssen die gleichen Rechte haben, es gibt für Menschen keinen „illegalen Status“; es fehlt aber an gegenseitigem Dialog und Austausch, denn es herrscht zu viel Angst, und es gibt zu viel Rassismus; aber auch Sprachschwierigkeiten und die Alltagskultur stellen eine große Herausforderung dar; leider fehlt es an einer eindeutigen und zielgerichteten Politik.
 
Aber auch bei den Lösungsvorschlägen wurde viel Fantasie und Engagement sichtbar. Dies beginnt schon beim Nachdenken über die Begriffe. In diesem Sinne sollte der Terminus Flüchtling überdacht werden, jedenfalls reicht er nicht aus, eine Person zu charakterisieren. Ferner müssen Räume geschaffen werden, wo kreativ mit Differenzen und Ängsten umgegangen werden kann; die Teilnahmemöglichkeiten der neu Angekommenen in bestehende Gemeinschaften und im Kommunalbereich sollte gefördert werden. Unübersehbar dringlich ist der Wunsch nach Arbeitsmöglichkeiten. Stoppt die Kriege und beschließt „global citizen Gesetze“, lautet ein weiterer Wunsch; und dann aber auch: Ermöglicht es den PolitikerInnen, sich als WeltbürgerInnen zu fühlen und dementsprechend zu handeln! Um bestehende Xenophobien zu überwinden, sollte Global Citizenship Education in den Schulunterricht integriert werden.
 
Diese Ideen, wie auch die positive Erfahrung des Workshops selbst, fließen in den Lehrgang ein und werden dazu beitragen, dass unsere Gesellschaft mit den heutigen Herausforderungen fertig wird.
 
Das Zustandekommen dieser Begegnung wurde unter anderem von der ÖH Klagenfurt/Celovec, insbesondere von Baran Ümit, unterstützt.
Ein Bericht von Werner Wintersteiner, wissenschaftlicher Leiter des ULG Global Citizenship Education.
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